chris and mike
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Wir bleiben auf dem Boden, aber bewusst nicht am selben Ort 

Kurzinterview mit Chris & Mike Keller

Wie habt Ihr die Produktion im StageOne erlebt?
Mike: Sehr anstrengend aber wahnsinnig aufregend. Wir haben eine Flutwelle von Lob und bester Kritik erhalten und das zeigt uns, dass wir nun definitiv das ganz Grosse, aber eben nach wie vor auch das ganz Kleine beherrschen, anbieten und umsetzen dürfen. Für die beinahe Unmengen von Komplimenten sind wir dankbar und sie machen uns glücklich.
Chris: Auch ich habe die Produktion als weiterer und guter Schritt in unserer Musiklaufbahn erlebt. Anstelle einer grossen Finalshow, haben wir das Einzigartige und eben sehr Grosse für die Premiere gewählt. Hauptsächlich darum, weil wir die DVD- und CD- und TV-Produktion damit umsetzen konnten.

Es kommt ab und zu Kritik auf, Ihr seid immer noch grösser und noch wuchtiger…?!
Chris: Nun, ab und zu ist wirklich übertrieben... sagen wir "2x" wurde das in den vergangenen 5 Monaten an uns herangetragen und das bedeutet nichts Negatives!? Denn wenn ein Kunde uns als Showact vor 4000 Menschen will, kann man nicht mit zwei kleinen E-Pianos 90’ vor sich hin klimpern - ohne Licht, ohne Spektakel. Also, man kann schon, aber dies wäre absolut nicht in unserem Sinne und davon lässt sich definitiv nicht langfristig leben und planen. Wir suchen das Besondere, worüber man sich freuen kann und worüber man spricht. Es macht uns Freude wenn wir in zwei Tagen 1400 Leute anziehen und diese begeistern.
Mike: Unser Ziel war es immer, allem Gerecht zu werden. Also einem grossen Festival mit einer Bühne von 10x 20 Metern und dem kleinen Geburtstagsfest mit 30 Personen in einem kleinen Lokal. Wir passen uns an, ganz einfach. Das bedeutet auch, dass wir kein null-acht-fünfzehn-Programm ableiern. Es ist aufwändiger, für jeden Anlass ein massgeschneidertes Produkt zu produzieren als ein, zwei Varianten anzubieten und diese ohne Re-Aktion und Spontaneität abzukurbeln. Wir haben dies selbst erlebt. Wir wollen den Ursprung unserer Musik niemals vergessen, aber jeden Song ausschmücken mit Möglichkeiten die wir uns schaffen. Oder anders formuliert: Wir bleiben auf dem Boden, aber stehen sicher nicht das ganze Leben am selben Ort.

Schafft Ihr es denn, alle in Eurem musikalischen Umfeld zu beglücken?
Mike: Die Sache ist ganz einfach: Es gibt Menschen, denen sind wir zu schnell in unserer Denk- und Arbeitsweise. Diese verstehen nicht, was wir mit unserer Firma wollen und tun. Was wir mit unseren Shows, Konzerten, CDs genau beabsichtigen. Sie müssen auch nicht verstehen, was es heisst, so produzieren zu können. Sie verstehen nicht mal, wie man ein Piano transportiert, dass es noch bezahlbar ist. Und das ist auch egal, wenn sie dies aus irgend einem Grunde nicht können.
Chris: Wir haben nicht den Anspruch, dass jeder Mensch auf dieser Erde unsere Musik, uns als Pianotainer oder unsere Sprüche gut findet oder mit unserer sauberen und effizienten Art zu arbeiten, klar kommt. Aber wir haben den Anspruch, sehr viele Menschen zu unterhalten, ihnen unsere Emotionen zu übermitteln, sie zu begeistern, sie zu motivieren, ihnen enorme Freude zu bereiten. Dieses Ziel treibt uns an, eben nicht in bestimmte Schemata zu passen. Glücklicherweise haben wir in den letzten 5 Jahren durch unsere Selbständigkeit noch nie so viele Türen geöffnet und geöffnet bekommen wie früher. Diese Tatsache weist den Weg.
Mike: Das Schönste an einem Konzert und an der Arbeit ist der Applaus, davon lässt sich jedoch bekanntlich nicht leben. Darum: das Wichtigste ist die Finanzierung. Leider haben die wenigsten Menschen eine Ahnung davon, was eine Produktion wie wir sie gerade durchgezogen haben kostet und dass so etwas nur mit Hilfe von Sponsoren realisiert werden kann. Wir schätzen uns glücklich, dass zahlreiche für uns relevante Veranstalter von der Premiere-Show von A-Z begeistert waren. Dem weiteren Verlauf dieser Show sollte also nicht mehr im Wege stehen!

Ihr seid mit dem neuen Programm viel flexibler als zuvor?
Chris: Genau, wir offerieren den Kunden verschiedene Formationen in verschiedenen technischen Grössen und Arten und Formen als Anhaltspunkt. Danach nehmen wir jede Anfrage unter die Lupe und präsentieren dann ein massgeschneidertes Produkt. So gehen wir zu 100% auf den Kunden ein.
Mike: Das wird enorm geschätzt. Denn wenn ein Veranstalter 10 Musiker vor 3000 Gästen oder eben uns als Duo an einer Hochzeit will, na dann… alles ist möglich und umsetzbar. Das macht uns stolz und happy.

Woraus lernt Ihr am meisten, was die vergangene Grossproduktion betrifft?
Mike: Wir haben bereits Bereiche analysiert, welche der Zuschauer nicht bemerkte. Diese eher organisatorisch-personellen Elemente werden beim nächsten Programm sicherlich optimiert.
Chris: Und ganz wichtig ist das Wissen, "wie" man optimieren kann. Also wie man schlussendlich dazulernen kann, ohne sich wieder im Kreise zu drehen. Wir lernen schliesslich das ganze Leben lang, aber nicht andauernd die selbe Thematik oder an der selben Stelle.

 
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